Ich geb's ja zu, einem ausgeschlafenen
Hausmeister kann man(n) nichts vormachen. Kaum frisch in der neuen Wohnung, die Kisten ausgepackt und den Umzug halbwegs überstanden, da kam es virtuell eingeflogen: das "Tätervideo aus dem
Müllhaus 6a".
Ein Kästchen auf Reisen, könnte man meinen, doch die Story liest sich weitaus unspektakulärer. Man nehme ein kleines Holzregal und werfe es in eine vermeintliche Mülltonne, die sich später als
Papiertonne herausstellen sollte.
Da lobe ich mir aufmerksame Könige der Mietskasernen. Denn Ordnung muss sein, ganz recht.
Er wechselt Glühbirnen aus, repariert die Heizung, wenn sie mal ausfällt und sorgt dafür, dass wieder Warmwasser fließt. Ein guter Hausmeister ist immer auch die gute Seele im Haus und für uns da,
wenn Not am Mann ist. Kurzum: Auf gute Nachbarrschaft, Herr Hausmeister.
von André Puchta
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Sonntag, 23. dezember 2007

MÜNCHEN. – Gestern Mittag in der Kaufinger Straße.
Tausende teils ferngesteuerter Menschen suchen mühevoll nach dem ultimativen Geschenk. Verzweifelte Gesichter weit und breit, das finale Weihnachts-Chaos nimmt seinen Lauf. Neben mir an
Kasse vier im konsumenten-überfluteten Saturn ein schätzungsweise 2,40 Meter großer, ebenso breiter Typ mit Stierrücken und eindeutigem Überschuss an natürlichen Hormonen. Die Neugierde packt mich:
Was wird der wohl seiner Liebsten mit nach Hause bringen?
Das kreative Grauen kommt zum Vorschein. Ein Bügeleisen mit variablem Dampf inklusive Dampfstoß (was auch immer das ist), bitte einpacken. Kein Einzelfall. In den letzten Zügen des
Shopping-Exzesses nebelt es vielen die letzte innere Ruhe ein, da wird gedrängt und geschimpft, geschrien und geschubst. Doch mit was schinde ich Eindruck unterm Tannenbaum. Für Männer wären da
"Baggerfahren für echte Kerle" oder "Abseilen vom Hafenkran" oder gar der "Kochkurs für Männer" Die Damen der Zunft schwärmen sicher für "Schuhwärmer für kuschlig warme Schuhe", Ohrringe von Fossil
oder eine coole Bodylotion. In diesem Sinne: auf geht's zum Endspurt.
von André Puchta
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Sonntag, 23. dezember 2007

MÜNCHEN. – Mein Mitgefühl gilt heute der neuseeländischen
Studentin, deren Daumen mit täglich bis zu 100 SMS dann doch eine Auszeit nahm. Sie erkrankte an einer Sehnenscheidenentzündung, denn die lieben Sehnen im Daumen entzündeten sich bis hin zum
Handgelenk. Der so genannte SMS-Daumen treibt sein Unwesen, auch in Singapur und Australien werden weitere Fälle gemeldet.
Was würde wohl Angelka Merkel dazu sagen? Für sie sind Handy-Kurzmitteilungen zum unverzichtbaren Kommunikationshelfer geworden. Die Kanzlerin der Republik bereitet am heiligen Sonntag oftmals die
Präsidiumssitzungen per SMS vor. Apropo Kanzler: Doretta hat ihr Glück gefunden. Doretta wer? Na der Ganter mit dem Frauennamen, die Kanzlergans des ehemaligen Gerhard. Doretta ist jetzt
verheiratet, meldet die ehrwürdige BILD mit Hinweis auf deren Einzug in ein Berliner Senioren- und Pflegeheim für Tiere. Dort verbringt die Braut neben Eseln, Ziegen und Zwergschweinen ihren
trauten Lebensabend. Ein tierisches Happy End!
von André Puchta
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Samstag, 22. dezember 2007

MÜNCHEN. – Liebe Freunde der guten Unterhaltung. Weihnachten steht vor der
Tür und bald haben wir es vollbracht: Das Knut-Jahr nimmt ein Ende. Was für aufregende Monate. Vielen Promis schien eine negative Schlagzeile in den bunten Blättern der Republik egal zu sein.
Ausraster, öffentliche Streitigkeiten, Schwangerschaften und Delikte standen bei vielen Prominenten an der Tagesordnung. Ab sofort werde auch ich zum Blogianer und freue mich auf viele spannende,
kurzweilige und provokante Momentaufnahmen.
von André Puchta
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